Die Hoffnungen vieler Fans auf eine Fortsetzung des Abenteuerfilms „Jungle Cruise“ haben sich zerschlagen. Sowohl Hauptdarsteller Dwayne Johnson als auch seine Kollegin Emily Blunt bestätigten in aktuellen Interviews, dass das geplante Sequel nicht realisiert wird. Damit endet ein Kapitel, das noch vor wenigen Jahren vielversprechend begann.
Der Erfolg des ersten Teils
„Jungle Cruise“ aus dem Jahr 2021 basiert auf der gleichnamigen Attraktion aus den Disney-Freizeitparks. Der Film vereinte die beliebten Stars Dwayne Johnson und Emily Blunt in den Hauptrollen und spielte weltweit rund 220 Millionen US-Dollar ein – angesichts der Pandemie ein respektables Ergebnis, aber kein Blockbuster. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern wurde von Kritikern und Publikum gleichermaßen gelobt.
Disney hatte ursprünglich voller Zuversicht eine Fortsetzung angekündigt. Noch im Jahr 2021 betonte der damalige Disney-Chef Bob Chapek, dass man an einer Fortsetzung arbeite. Die Drehbuchautoren Michael Green und Glenn Ficarra wurden engagiert und es kursierten erste Handlungsideen, die in südamerikanischen Dschungeln spielen sollten.
Die jetzige Absage
In einem gemeinsamen Interview mit der „New York Times“ gaben Dwayne Johnson und Emily Blunt nun bekannt, dass das Sequel endgültig gestoppt wurde. Johnson erklärte: „Wir haben uns alle sehr auf diese Fortsetzung gefreut, aber die Umstände haben sich geändert. Manchmal müssen Projekte ruhen oder werden ganz fallen gelassen.“ Blunt ergänzte, dass kreative Differenzen zwischen dem Studio und den Filmemachern eine Rolle gespielt hätten.
Offiziell nennt Disney keine konkreten Gründe. Brancheninsider vermuten jedoch mehrere Faktoren: die wechselnden Prioritäten des Studios seit der Übernahme von Bob Igers Rückkehr an die Spitze, der Fokus auf bereits etablierte Megafranchises wie „Star Wars“ und „Marvel“ sowie die hohen Produktionskosten für einen weiteren Film mit aufwendigen Special Effects und teuren Stars.
Dwayne Johnsons Terminkalender
Dwayne Johnson ist einer der bestbezahlten Schauspieler Hollywoods und hat ein volles Drehbuch. Nach „Jungle Cruise“ drehte er unter anderem „Black Adam“, „Red One“ sowie mehrere Projekte für seine Produktionsfirma Seven Bucks Productions. Die Terminplanung für ein Sequel mit Johnson gestaltet sich daher außerordentlich schwierig. Laut Produzenten war es kaum möglich, einen Zeitraum zu finden, der sowohl für Johnson als auch für Blunt und die Regisseure passte.
Disneys Strategie mit Abenteuerfilmen
Disney hat in den letzten Jahren sein Portfolio stark ausgerichtet. Während Animationsfilme und Realverfilmungen von Klassikern wie „Der König der Löwen“ und „Aladdin“ hohe Einnahmen generieren, haben Originalabenteuerfilme ohne starke Markenbindung einen schwereren Stand. „Jungle Cruise“ profitierte zwar von der Bekanntheit der Parkattraktion, aber nicht im selben Maße wie etwa „Fluch der Karibik“, das auf einer ebenfalls ikonischen Fahrt basiert. „Fluch der Karibik“ spielte Milliardensummen ein, während „Jungle Cruise“ hinter den Erwartungen zurückblieb.
Hinzu kommt, dass Disney derzeit Milliarden in Streaming-Inhalte für Disney+ investiert. Originalinhalte ohne große Anziehungskraft auf Abonnenten werden oft eingestellt oder auf kleinere Formate heruntergestuft. Ein „Jungle Cruise“-Sequel mit einem Budget von schätzungsweise 200 Millionen US-Dollar wäre ein hohes Risiko gewesen.
Reaktionen der Fans
In sozialen Netzwerken zeigten sich viele Fans enttäuscht. Besonders die positive Dynamik zwischen Johnson und Blunt hatte hohe Erwartungen an eine Fortsetzung geweckt. Fan-Kampagnen auf Plattformen wie Twitter und Reddit fordern nun, dass Disney die Rechte an eine andere Produktionsfirma verkauft, damit das Sequel doch noch realisiert werden könne. Bislang gibt es jedoch keinerlei Signale, dass Disney daran interessiert ist.
Die Zukunft der Beteiligten
Dwayne Johnson hat mehrere Großprojekte in der Pipeline: Fortsetzungen von „Fast & Furious“, mögliche Nebenrollen im DC-Universum und eine eigene Reality-Show. Emily Blunt ist ebenfalls ausgebucht mit Filmen wie „Oppenheimer“ (in dem sie eine kleine aber eindrucksvolle Rolle spielte) und dem Musikfilm „Pain Hustlers“. Beide halten allerdings die Tür für zukünftige Zusammenarbeit offen – nur nicht in diesem spezifischen Projekt.
Fazit zur Entwicklung
Die Absage von „Jungle Cruise 2“ zeigt einmal mehr, wie schnell sich die Prioritäten in Hollywood ändern können. Trotz eines durchaus erfolgreichen ersten Teils und der Begeisterung der Hauptdarsteller reichten die wirtschaftlichen Aussichten nicht für eine Fortsetzung. Fans müssen sich nun auf die Streaming-Verfügbarkeit des Originals konzentrieren, das auf Disney+ weiterhin abrufbar ist. Ob die Geschichte von Lily Houghton und Frank Wolff jemals fortgesetzt wird, bleibt fraglich – aber in der Filmindustrie ist bekanntlich nichts unmöglich, wie die überraschende Rückkehr vieler Franchises zeigt. Bis dahin bleibt „Jungle Cruise“ ein unterhaltsamer, aber abgeschlossener Film.
Source: Filmfutter News