Seit Jahren geistert eine falsche Information durch das Internet: Margot Robbie, der internationale Superstar aus Hollywood, soll angeblich in der kleinen Landstadt Dalby im australischen Queensland geboren sein. Doch damit hat die 35-jährige Schauspielerin nun aufgeräumt. In einem Gespräch mit 'Magic Radio' stellte sie klipp und klar fest: „Im Internet wurde mein Geburtsort die ganze Zeit falsch angegeben. Dort steht, ich sei in Dalby geboren, wo meine Familie herkommt, aber das stimmt nicht. Ich wurde an der Gold Coast geboren.“ Damit beendet sie einen jahrelangen Mythos, der selbst in seriösen Medien immer wieder auftauchte.
Der Ursprung des Missverständnisses
Die Verwechslung hat eine einfache Erklärung: Robbie selbst sprach 2014 in der ABC-Sendung 'Jimmy Kimmel Live!' über Dalby, die Heimatstadt ihrer Familie. Damals sagte sie: „Meine Familie stammt aus einer kleinen Landstadt namens Dalby, die drei Stunden landeinwärts liegt. Es ist sehr klein.“ In dem lockeren Gespräch scherzte sie über das gemächliche Leben dort und erwähnte die Aufregung um die Eröffnung eines Warenhauses – ein lokales Ereignis, über das die Stadt monatelang sprach. Diese Anekdote wurde offenbar fälschlicherweise als ihr eigener Geburtsort interpretiert und hat sich seitdem hartnäckig gehalten. Robbie selbst zeigt sich erstaunt, dass der Fehler nach all der Zeit noch immer unkorrigiert kursiert: „Es ist kein dummes Gerücht, es ist nur erstaunlich, dass es nach all der Zeit immer noch falsch ist.“
Gold Coast: Der wahre Geburtsort
Die Wahrheit ist, dass Margot Robbie im Jahr 1990 in der pulsierenden Küstenstadt Gold Coast in Queensland zur Welt kam. Die Region ist bekannt für ihre endlosen Sandstrände, luxuriösen Hochhäuser und die berühmte Surf-Kultur. Im Gegensatz zum ländlichen Dalby ist die Gold Coast ein urbanes Zentrum mit rund 700.000 Einwohnern und ein beliebtes Touristenziel. Robbie wuchs dort auf – allerdings nicht im Glanz der Werbung, sondern in einfachen Verhältnissen. Ihre Mutter Sarie Kessler arbeitete als Physiotherapeutin, ihr Vater Doug Robbie war Farmer und später Geschäftsmann. Schon früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für die Schauspielerei, absolvierte die Somerset College und zog mit 17 Jahren nach Melbourne, um ihre Karriere zu starten.
Karriere-Höhepunkte einer australischen Ikone
Der Irrtum um ihren Geburtsort ist nur eine Randnotiz in der beeindruckenden Laufbahn von Margot Robbie. Den internationalen Durchbruch feierte sie 2013 mit einer Nebenrolle in Martin Scorseses 'The Wolf of Wall Street', wo sie als Naomi Lapaglia an der Seite von Leonardo DiCaprio glänzte. Danach folgten Hits wie 'Focus' (2015), 'Suicide Squad' (2016) als Harley Quinn, 'I, Tonya' (2017) – für den sie eine Oscar-Nominierung erhielt –, 'Once Upon a Time in Hollywood' (2019) und zuletzt der Megaerfolg 'Barbie' (2023), der weltweit über 1,4 Milliarden Dollar einspielte. Robbie verkörperte die ikonische Puppe mit einer Mischung aus Witz und Tiefgang und bewies damit einmal mehr ihr Talent, komplexe Figuren zum Leben zu erwecken.
Ihre Beziehung zu Barbie und der eigenen Kindheit
Interessanterweise war Robbie selbst als Kind kein großer Barbie-Fan. In einem Interview mit 'People' verriet sie: „Ich hatte selbst keine [Barbiepuppen], soweit ich mich erinnern kann. Meine Schwester hatte welche, und ich weiß noch, dass meine Cousine welche hatte. Ich habe mit denen meiner Cousine gespielt, aber als Kind war ich eigentlich kein so großes Barbie-Mädchen.“ Auf die Frage, wie sie ihre Kindheit beschreiben würde, antwortete sie lachend: „Ich war eher ein Mädchen, das gerne im Schlamm herumgewälzt hat.“ Dieses bodenständige Bild passt zu ihrer Herkunft – sie wuchs mit drei Geschwistern auf einem Bauernhof auf und liebte es, draußen zu spielen. Diese Erfahrungen halfen ihr später, die Rolle der Barbie mit Authentizität zu füllen, obwohl sie selbst nie eine intensive Bindung zu der Puppe hatte.
Australische Wurzeln und globaler Erfolg
Margot Robbie ist stolz auf ihre australischen Wurzeln und hat sich nie von ihrem Heimatland entfernt. Sie lebt mit ihrem Mann Tom Ackerley – den sie am Set von 'Suite Française' kennenlernte – in Los Angeles, aber die Familie bleibt eng verbunden. Ihre Produktionsfirma 'LuckyChap Entertainment', die sie gemeinsam mit Ackerley und zwei Partnern gründete, hat sich auf originelle, frauenzentrierte Geschichten spezialisiert und produzierte unter anderem 'I, Tonya' und 'Promising Young Woman'. Robbie engagiert sich zudem für wohltätige Zwecke in Australien, etwa für die Rettung von Wildtieren nach den Buschbränden 2019/2020.
Der Irrtum um ihren Geburtsort mag zwar klein scheinen, zeigt aber, wie schnell sich falsche Informationen im Internet verbreiten und festsetzen können. Robbie selbst nimmt es mit Humor: „Es ist erstaunlich, dass es nach all der Zeit immer noch falsch ist“, sagte sie. Wer mehr über Margot Robbie erfahren möchte, sollte sich ihre Filme ansehen – dort zeigt sie, dass sie nicht nur aus einer bestimmten Stadt stammt, sondern aus einer ganzen Generation talentierter Schauspielerinnen, die die Filmwelt im Sturm erobert haben.
Source: Yahoo News News