Was für eine Knaller-Nachricht für alle MMA-Fans! Conor McGregor (37) wird noch in diesem Jahr sein lang erwartetes Comeback im Mixed Martial Arts geben. Der irische Superstar steigt bei „UFC 329“ am 11. Juli 2026 in Las Vegas gegen Max Holloway (34) in den Käfig. Das hat UFC-Präsident Dana White (56) in der Nacht auf Sonntag offiziell verkündet. Nach fast genau fünf Jahren Pause kehrt McGregor also zurück – und die Vorfreude ist gewaltig.
Seinen letzten Kampf hatte McGregor am 10. Juli 2021 durch technischen K.o. gegen Dustin Poirier (37) verloren. Damals zog er sich einen komplizierten Beinbruch zu, der ihm eine lange Reha aufzwang. Viele Fans hatten bereits nicht mehr mit einer Rückkehr des Iren gerechnet. Doch nun ist es offiziell: McGregor steigt wieder in den Octagon. Der Kampf gegen Holloway ist eine Neuauflage eines Duells aus dem August 2013, als McGregor erst zum zweiten Mal in der UFC kämpfte. In Boston besiegte er Holloway einstimmig nach Punkten, obwohl er sich in jenem Gefecht einen Kreuzbandriss zuzog. Dieses Mal treffen die beiden jedoch im Weltergewicht (bis 77 kg) aufeinander, zwei Gewichtsklassen über dem damaligen Federgewicht.
McGregors schwierige Jahre abseits des Käfigs
In den letzten Jahren war McGregor immer wieder durch Negativschlagzeilen aufgefallen. Mehrfach war er in Prügeleien in Nachtklubs verwickelt. Im Juli 2025 verlor er ein Berufungsverfahren, nachdem er zuvor wegen sexueller Nötigung zivilrechtlich schuldig gesprochen worden war. Zuletzt wurde er wegen Verstößen gegen die Meldepflicht im Rahmen der Anti-Doping-Bestimmungen für 18 Monate gesperrt. Diese Sperre endete am 20. März 2026, sodass er für den Kampf im Juli startberechtigt ist. Die Frage, ob McGregor noch die alte Klasse hat, bleibt jedoch offen. Sein letzter Sieg in der UFC liegt fast sechs Jahre zurück: Im Januar 2020 besiegte er Donald Cerrone in nur 40 Sekunden. Danach folgten zwei Niederlagen gegen Dustin Poirier und der lange Ausfall.
Trotz dieser Rückschläge ist McGregor sportlich gesehen eine Legende. 2016 schrieb er UFC-Geschichte, als er als erster Kämpfer gleichzeitig Titel in zwei Gewichtsklassen hielt. Bei UFC 194 knockte er José Aldo nach nur 13 Sekunden aus und sicherte sich den Federgewichtstitel. Weniger als ein Jahr später holte er sich mit einem TKO-Sieg in Runde zwei gegen Eddie Alvarez auch den Leichtgewichtsgürtel. Diese Dominanz machte ihn zum ersten Doppel-Champion der Organisation und katapultierte ihn in den globalen Superstar-Status.
Der Weg zum Superstar: Boxkampf gegen Mayweather und Khabib
Nach einer zweijährigen Pause für den Blockbuster-Boxkampf gegen Floyd Mayweather Jr. im August 2017 – den McGregor zwar verlor, aber mit geschätzten 100 Millionen Dollar Gage kassierte – kehrte er für das Duell mit seinem erbitterten Rivalen Khabib Nurmagomedov bei UFC 229 zurück. Dieser Kampf im Oktober 2018 ist bis heute eine der meistverkauften Pay-per-View-Veranstaltungen der UFC-Geschichte. McGregor verlor durch Vorlage in der vierten Runde, doch die Rivalität und die Atmosphäre waren beispiellos. Nach einer erneuten Pause und Comebackversuchen folgte die Niederlagenserie gegen Poirier. Nun soll alles anders werden.
McGregor hat in den letzten Monaten immer wieder auf Social Media Fotos von sich im Training gepostet. Sein Körper wirkt muskulöser, er hat offenbar gezielt an Masse zugelegt, um im Weltergewicht konkurrenzfähig zu sein. Auch sein Team um den langjährigen Coach John Kavanagh betont, dass McGregor fokussierter sei als je zuvor. Die Sperre wegen Anti-Doping-Verstoßes hat er abgesessen, und er hat mehrfach betont, dass er sich voll und ganz auf den Kampf konzentriert.
Max Holloway: Der perfekte Gegner für ein spektakuläres Comeback
Max Holloway, der Hawaiianer, ist ein ehemaliger Federgewichts-Champion und gilt als einer der besten Striker der UFC-Geschichte. Er ist bekannt für seine unglaubliche Schlagausdauer und seine Fähigkeit, über fünf Runden ein hohes Tempo zu gehen. In den letzten Jahren kämpfte Holloway überwiegend im Federgewicht, wechselte aber auch ins Leichtgewicht. Der Kampf gegen McGregor findet nun im Weltergewicht statt, eine Gewichtsklasse, die beide Kämpfer nicht gewohnt sind. Holloway hat zuletzt im April 2024 einen umstrittenen Sieg gegen Arnold Allen errungen und dann eine knappe Niederlage gegen den aktuellen Federgewichts-Champion Ilia Topuria einstecken müssen. Ein Sieg gegen einen Namen wie McGregor könnte Holloway zurück in den Titelkampf katapultieren, selbst wenn die Gewichtsklasse wechselt.
Für McGregor ist Holloway ein bekannter Gegner, den er bereits besiegt hat. Allerdings ist Holloway heute ein ganz anderer Kämpfer als 2013. Er hat sich enorm weiterentwickelt, besitzt eine der besten Schlagabfolgen der Division und hat bewiesen, dass er auch harte Treffer wegstecken kann. McGregor muss also zeigen, dass er nach fünf Jahren und mit 37 Jahren noch immer auf höchstem Niveau mithalten kann. Seine größte Stärke war stets die linke Hand, die mit perfektem Timing und tödlicher Präzision sitzt. Im Weltergewicht könnte diese Schlagkraft sogar noch zunehmen, da er nicht so stark abtrainieren muss. Auf der anderen Seite ist Holloway bekannt dafür, dass er Druck macht und Gegner mit der Masse seiner Schläge überrollt.
Die UFC hat mit diesem Kampf ein echtes Feuerwerk angekündigt. Dana White sprach von einem „der größten Comebacks in der Geschichte des Sports“. Die Kartenverkäufe für die T-Mobile Arena in Las Vegas sind bereits gestartet und die Nachfrage ist immens. Auch die Pay-per-View-Verkäufe werden voraussichtlich Rekorde brechen, denn McGregor ist nach wie vor der größte Star der UFC, auch wenn seine letzten Auftritte außerhalb des Käfigs negativ waren.
Die MMA-Welt blickt gespannt auf den 11. Juli. Kann McGregor an alte Glanzzeiten anknüpfen? Oder wird Holloway ihn entzaubern? Fest steht: Der Kampf wird die Schlagzeilen beherrschen und die UFC in ein neues Zeitalter führen. McGregor selbst sagte in einem kurzen Statement auf Instagram: „Ich bin zurück, um zu zeigen, wer der wahre King ist. Holloway ist ein großartiger Kämpfer, aber ich habe ihn schon einmal geschlagen. Dieses Mal werde ich ihn noch eindrucksvoller besiegen.“ Der Countdown läuft.
Source: bild.de News