Cardi B (33) ist bekannt für ihre freizügigen und oft provokanten Outfits – doch als Mutter zieht sie bei einem bestimmten Kleidungsstück eine klare Grenze. Im Gespräch mit E! News verriet die Rapperin, dass sie ihren wilden Modestil nach der Geburt ihrer Kinder keineswegs aufgegeben hat. Allerdings achtet sie sehr wohl darauf, was sie anzieht, wenn sie ihre Kinder in der Schule begleitet. „Sie haben mich in keiner Weise verändert“, betonte die 33-Jährige über ihre Kinder, ergänzte aber: „Ich werde nicht mit einem durchsichtigen Shirt oder mit einem Shirt, bei dem meine Brustwarzen zu sehen sind, in die Schule gehen.“ Ansonsten lasse sie sich von der Mutterschaft in ihrer Modewahl nicht einschränken.
Cardi B, mit bürgerlichem Namen Belcalis Marlenis Almánzar, hat sich seit ihrem Durchbruch mit dem Hit „Bodak Yellow“ (2017) einen Ruf als unerschrockene Mode-Ikone aufgebaut. Ihre Outfits auf roten Teppichen und in Musikvideos sind oft gewagt, mit transparenten Stoffen, auffälligen Ausschnitten und einer Mischung aus High-Fashion und Streetwear. Dass sie diese Ästhetik nicht aufgibt, sondern nur kontextabhängig anpasst, zeigt, wie sie als Mutter ihre eigene Identität bewahrt. In den sozialen Medien wird sie für ihren selbstbewussten Stil gefeiert, aber auch für ihre Ehrlichkeit über die Herausforderungen der Mutterschaft. Dieser Balanceakt zwischen öffentlicher Persona und privater Rolle beschäftigt viele berufstätige Mütter, besonders im Rampenlicht.
Eine Mutter mit Stilbewusstsein
Die Rapperin hat insgesamt vier Kinder: Tochter Kulture (7 Jahre), Sohn Wave Set (4 Jahre), Tochter Blossom Belle (19 Monate) und einen im November 2024 geborenen Sohn, dessen Vater der NFL-Star Stefon Diggs (32) ist. Cardi B teilt die ersten drei Kinder mit ihrem Ex-Mann Offset (34), dem Mitglied des Rap-Trios Migos. Trotz der Trennung von Offset pflegt sie ein kooperatives Verhältnis, das im Interesse der Kinder steht. In mehreren Interviews hat sie betont, dass sie ihre Kinder vor den Schattenseiten des Ruhms schützen möchte, ihnen aber gleichzeitig erlaubt, ihre eigenen Persönlichkeiten zu entwickeln.
Besonders ihre Älteste, Kulture, zeigt bereits ein ausgeprägtes Modebewusstsein. Wie Cardi gegenüber E! News erzählte, stöbert Kulture ständig in ihrem Kleiderschrank – und hinterlässt dabei jedes Mal ein ziemliches Durcheinander. Die Rapperin scherzte, dass sie es langsam satt habe, dass ihre Tochter immer an ihren Schrank geht. Mittlerweile gibt es dafür klare Regeln: Taschen sind tabu, nachdem Kulture einmal eine davon angemalt hatte. Was Kultures eigenen Stil betrifft, beschrieb Cardi sie als „sehr lebhafte“ Persönlichkeit: „Sie liebt bunte Sachen, Grafiken, Regenbögen, Blumen. Sie ist ein richtiges Girlie-Girl.“
Altersgerechte Kleidung für die Jüngsten
Ihr jüngstes Kind, einen Sohn (Name noch nicht öffentlich bekannt), den sie im November 2024 mit NFL-Star Stefon Diggs bekam, kleidet Cardi B bewusst babyhaft. „Ich mag es, wenn Babys wie Babys aussehen. Ich will nicht, dass du wie ein Vierjähriger aussiehst“, erklärte sie. Deshalb trägt der Kleine am liebsten Strampler, ganz ohne Jeans oder Shorts. Dieses Bewusstsein für das Altersgerechte zieht sich durch alle ihre Kinder: Auch Blossom Belle bevorzugt mädchenhafte Kleider, weil sich diese Phase, so Cardi, „so schnell verändert“. Diese Einstellung spiegelt einen gesellschaftlichen Trend wider, bei dem Eltern zunehmend darauf achten, dass Kinderkleidung die Kindheit betont und sie nicht zu früh erwachsen wirken lässt. Prominente wie Beyoncé und Kim Kardashian haben ähnliche Ansichten geäußert.
Cardi Bs Ansatz zeigt, dass sie für jedes Kind eine eigene modische Linie verfolgt: Während Kulture einen ausgefallenen, farbenfrohen Stil pflegen darf, bleibt das Baby in schlichten, bequemen Stramplern. Dies differenziert sie von manchen Promi-Müttern, die ihre Kinder oft wie Mini-Erwachsene kleiden. Die Rapperin betont, dass sie nicht möchte, dass ihre Kinder zu schnell erwachsen werden – eine Philosophie, die viele Psychologen unterstützen, da sie die emotionale und kognitive Entwicklung fördert.
Freiheitsliebe trotz Mutterrolle
Trotz dieser Einschränkungen in bestimmten Situationen lässt sich Cardi B in ihrer Modewahl nicht von der Mutterschaft limitieren. Sie trägt weiterhin transparente Oberteile, knappe Röcke und extravagante Looks – nur eben nicht bei Schulabgaben oder Elternabenden. „Ich bin immer noch dieselbe Person, die ich vor der Geburt meiner Kinder war“, sagte sie mehrfach. Diese Haltung ist Teil einer größeren Diskussion über die Vereinbarkeit von Mutterschaft und Selbstverwirklichung. In der Unterhaltungsindustrie wird von Müttern oft erwartet, dass sie nach der Geburt ihre „wilden“ Seiten ablegen. Cardi B widersetzt sich diesem Klischee und inspiriert damit viele Fans.
Die Rapperin hat auch in der Vergangenheit immer wieder für Schlagzeilen gesorgt, wenn sie ihre Kinder in ihren modischen Auftritt einbezog. So trug Kulture schon mit drei Jahren maßgeschneiderte Mini-Versionen von Cardis eigenen Outfits zu Preisverleihungen. Diese Momente dokumentiert Cardi oft auf Instagram, wo sie über 100 Millionen Follower hat. Die Bilder zeigen eine enge Bindung zwischen Mutter und Kindern, aber auch eine spielerische Freude an Mode, die von Kindesbeinen an gefördert wird.
Hintergrund: Cardis Aufstieg zur Mode-Ikone
Cardi B begann ihre Karriere als Tänzerin und gewann später durch Reality-TV („Love & Hip Hop: New York“) erste Bekanntheit. Mit ihrem unverwechselbaren Stil – eine Mischung aus Hip-Hop, Lateinamerikanischem und Haute Couture – etablierte sie sich schnell als Trendsetterin. Ihre Zusammenarbeit mit Designern wie Thom Browne, Mugler und Balenciaga sowie ihre Präsenz auf der Pariser Fashion Week machten sie zu einer globalen Größe. Dennoch bleibt sie bescheiden, was die Erziehung ihrer Kinder angeht. In einem Interview mit „Vogue“ sagte sie einmal: „Ich will, dass meine Kinder normale Momente haben und nicht nur rote Teppiche.“
Diese Ambivalenz zwischen Beruf und Familie spiegelt sich auch in ihrer Musik wider. Ihr Album „Invasion of Privacy“ (2018) brachte ihr einen Grammy ein, und mit Songs wie „I Like It“ und „WAP“ (feat. Megan Thee Stallion) setzte sie Maßstäbe in Sachen weiblicher Sexualität und Selbstbestimmung. Kritiker loben sie dafür, dass sie in ihrer Kunst keine Kompromisse macht, aber im Privatleben klare Prioritäten setzt.
Reaktionen und Debatte
Die Aussage von Cardi B löste in den sozialen Medien eine Debatte aus. Viele Fans unterstützen ihre Entscheidung: „Sie zeigt, dass man Mutter sein und trotzdem seinen Stil leben kann“, schrieb ein Nutzer auf Twitter. Andere hingegen kritisieren, dass sie überhaupt erwähnen muss, dass sie ihre freizügigen Outfits ablegt – das sei für Mütter selbstverständlich. Dennoch bleibt der Fokus auf dem positiven Aspekt: Cardi B fordert das Narrativ heraus, dass Mütter asexuell und brav sein müssen. Sie beweist, dass eine Frau ihre Sexualität ausleben kann, ohne eine schlechte Mutter zu sein.
In der Promi-Welt gibt es ähnliche Beispiele: Rihanna, ebenfalls Mutter eines Sohnes, trägt weiterhin provokante Outfits, während sie als Geschäftsfrau glänzt. Schauspielerin Emily Ratajkowski teilte in einem Essay ihre Erfahrungen mit dem gesellschaftlichen Druck, nach der Mutterschaft weniger sexy aufzutreten. Cardi Bs Offenheit trägt dazu bei, diese Ungleichheiten sichtbar zu machen und den Diskurs voranzutreiben.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass Cardi B einmal mehr beweist, dass Mode und Mutterschaft sich nicht ausschließen müssen. Ihre klaren Grenzen – etwa kein durchsichtiges Shirt in der Schule – zeigen eine vernünftige Anpassung an den Alltag, ohne die eigene Persönlichkeit zu opfern. Ihre Kinder profitieren von einer Mutter, die sowohl ihre berufliche Leidenschaft als auch ihre Familie liebt und beides authentisch lebt. Dieses Gleichgewicht ist vielleicht die größte Lektion, die sie ihren Fans mitgibt.
Source: Promiflash.de News