Olivia Rodrigo hat ihr neues Musikvideo zu „The Cure“ veröffentlicht. Die Single ist der zweite Vorgeschmack auf ihr drittes Studioalbum „You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love“, das am 12. Juni 2026 erscheinen soll. In dem Video schlüpft die Sängerin in die Rolle einer Krankenschwester, die verzweifelt nach einem Heilmittel gegen Liebeskummer sucht – eine Metapher für die emotionalen Verletzungen nach einer gescheiterten Beziehung.
Rodrigo selbst bezeichnete den Track in den sozialen Medien als einen ihrer Lieblingssongs überhaupt. Die düstere Atmosphäre des Videoclips unterstreicht die melancholischen Textzeilen, die von Zweifeln, innerer Unsicherheit und toxischen Gefühlen handeln. Musikalisch bleibt die 23-jährige US-Amerikanerin ihrem emotionalen Pop-Punk treu, der sie seit ihrem Durchbruch 2021 mit „drivers license“ weltweit bekannt machte.
Vom Teeniestar zur mehrfachen Grammy-Gewinnerin
Olivia Rodrigos Aufstieg verlief rasant. Nach ihrer Hauptrolle in der Disney-Serie „High School Musical: The Musical: The Series“ veröffentlichte sie 2021 ihr Debütalbum „SOUR“, das sich über 17 Millionen Mal verkaufte und ihr drei Grammys einbrachte. Mit „GUTS“ (2023) festigte sie ihren Ruf als eine der einflussreichsten Stimmen ihrer Generation. Nun präsentiert sie mit „You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love“ ihr drittes Werk, das laut Ankündigungen noch persönlicher und experimenteller werden soll.
Die neue Single „The Cure“ folgt auf „Drop Dead“, die bereits im Frühjahr 2026 veröffentlicht wurde. Beide Songs zeigen Rodrigos Fähigkeit, verletzliche Emotionen in eingängige Pop-Punk-Hymnen zu verwandeln. Musikproduzent Dan Nigro, der bereits an ihren früheren Alben mitwirkte, ist auch diesmal wieder mit an Bord.
Die Inspiration der Band The Cure
Der Titel des Songs ist nicht zufällig gewählt: Olivia Rodrigo begeistert sich seit Jahren für die britische Post-Punk-Band The Cure. Besonders Frontmann Robert Smith hat es ihr angetan. Beim Glastonbury Festival 2025 standen die beiden gemeinsam auf der Bühne und performten Klassiker wie „Just Like Heaven“ und „Friday I’m in Love“. Smith erklärte später in einem Interview, dass er und Rodrigo mittlerweile regelmäßig Kontakt hätten und sogar gemeinsam im Studio gearbeitet hätten. Diese Zusammenarbeit könnte die düstere, melancholische Note von „The Cure“ beeinflusst haben, die an die Atmosphäre von The Cure erinnert, ohne direkt zu kopieren.
Rodrigo selbst sagte, dass die Texte von The Cure sie schon als Teenager geprägt hätten. In einem Interview mit dem „Rolling Stone“ betonte sie: „Robert Smith hat eine Art, Traurigkeit in Schönheit zu verwandeln, die ich zutiefst bewundere.“ Diese Bewunderung spiegelt sich in ihrer eigenen Musik wider, die oft rohe Verletzlichkeit mit kraftvollen Melodien verbindet.
Das Album und die Tour
Neben den bisherigen Singles verriet Rodrigo, dass auch Filme und Serien in die Entstehung der neuen Songs eingeflossen seien, darunter die Kultserie „Sex and the City“. Das Album „You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love“ wird nach aktuellen Informationen zwölf Tracks umfassen, darunter eine mögliche Kollaboration mit einem noch nicht genannten Künstler. Fans spekulieren, ob es sich um Robert Smith handeln könnte.
Nach der Albumveröffentlichung im Juni startet Rodrigo im Herbst 2026 ihre große „Unraveled Tour“. Die Tour führt durch Nordamerika und Europa, mit Konzerten in Städten wie New York, Los Angeles, London, Paris und Berlin. Rodrigo kündigte an, dass die Show aufwendig inszeniert sein wird und erstmals auch Songs von allen drei Alben umfasst. Der Vorverkauf beginnt voraussichtlich im Juli.
Parallel zur Musik arbeitet Rodrigo auch an ihrem Schauspieldebüt. Einem Bericht zufolge soll sie eine Hauptrolle in einer noch unbetitelten Indie-Filmproduktion übernommen haben, deren Dreharbeiten Ende 2026 beginnen. Diese Vielseitigkeit macht sie zu einer der spannendsten Künstlerinnen ihrer Generation.
Mit „The Cure“ hat Olivia Rodrigo erneut bewiesen, dass sie emotionale Tiefe mit massentauglichem Pop verbinden kann. Das Musikvideo, das auf YouTube bereits Millionen Aufrufe verzeichnet, wird von Fans und Kritikern gleichermaßen gefeiert. Es zeigt eine Künstlerin, die trotz ihres jungen Alters eine bemerkenswerte Reife in der Auseinandersetzung mit schwierigen Gefühlen erreicht hat.
Source: Radio Hamburg News